CDU Ortsverband Kettwig

Erstes kleines Konzert im Rosengarten begeisterte

Ein Garten für die Nachbarschaft

35 Sitzplätze mit Corona-Abstand; mehr war nicht möglich, und so musste Ratsherr Guntmar Kipphardt, der die Veranstaltung mit organisierte, manchen auf die nächste Open-Air Veranstaltung im Rosengarten vertrösten. Es war der gelungene Versuch unter diesen widrigen Corona-Bedingungen eine alternative Veranstaltungsform zu finden. Und die Besucher würdigten diese Veranstaltung nicht nur mit Applaus.

Bei der Begrüßung der Gäste und Musiker reflektierte Kipphardt nochmals die jüngte Geschichte dieses Rosengartens. Nachdem Mitglieder der CDU-Kettwig an mehreren Wochenenden erste Hand an die völlig verwilderte Fläche gelegt hatten, kam doch bald die Erkenntnis auf, dass das haushaltsübliche Handwerkszeug nicht ausreichte, um die Fläche zu einem attraktiven Rosengarten zu machen. „Manchmal braucht man Glück: So war es in Person Dirk Kolacek von Stadt Grün Ruhr, der sofort kostenlose Unterstützung für die Herrichtung und Gestaltung des Rosengartens zusagte und im Rahmen eines Azubi-Projekts diese mit den entsprechenden Gerätschaften über Monate abstellte und das Material für den Untergrund sowie Wege, Mauern und diverse Stauden und Bäume kostenlos besorgte. Und es war Glück, dass Bertholt Hackmann von der gleichnamigen Kettwiger Friedhofsgärtnerei rund 150 Buschrosen, 40 Wildrosen, mehrere Hochstammrosen und rund 150 winterharte Stauden spendete und pflanzte. Und es war Glück, dass Hans Günter Weber die Idee der Musik im Rosengarten aufbrachte und den Kontakt zu den Musikern herstellte“, stellte der Initiator des Rosengartens Guntmar Kipphardt bei der Begrüßung heraus.

Dass der Rosengarten nicht nur in Kettwig inzwischen zahlreiche Fans hat, zeigte auch die Anwesenheit vom Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer (CDU). Als bodenständiger Politiker war es für ihn überhaupt keine Frage, eine wichtige Rolle bei dem kleinen Konzert zu übernehmen: Er hielt ein Bein des Zeltdaches bei den aufkommenden Windböen fest, welches kurzfristig aufgespannt wurde, um die Instrumente vor dem drohenden Regen zu schützen. Glücklicherweise blieb es aber trocken und die Böen ließen schnell nach. Und Oberbürgermeister Thomas Kufen hatte schon vor kurzem seine Meinung zum inzwischen erblühten Rosengarten geäußert: „Sieht super aus!“.

Hans Günter Weber hatte nicht schlecht gewählt: Die studierte Fagottistin Kristina Kern begann mit einer langsamen Romanze von Paganini. Wenngleich das Fagott eher in Ensembles als Bassinstrument dient, zeigte Kern die Virtuosität des Instruments als Soloinstrument.
Rosengarten
Der erst 9jährige Wentian Wang, der Anfang September sogar in der Essener Philharmonie auftritt, zeigte, dass er die Gitarre schon perfekt beherrscht. Mit großer Hingabe interpretierte er Stücke von Mignone und Bach.

Für Open-Air Darbietungen bestens geeignet zeigte Evelyn Schlegel, dass sich ein Knopfakkordeon auch als Instrument für klassische Musik sehr eignet, zumal die Bandbreite von tiefen Basstönen bis zu höchsten Tönen reicht.

Wie sehr sich die Besucher über die Darbietungen freuten, zeigte sich auch in der freiwilligen Zuwendung an die Künstler: Über 270 EURO fanden sich in den Umschlägen für die Musiker. Otto-L. Peus, Vorsitzender von Wir in Kettwig e.V. und „Hausherr“ des Rosengartens sparte nicht mit Lob: „Ein kräftiges Dankeschön an alle Helfer, Unterstützer und Vor- und Nachbereiter!“